Harald Friesenhahn - Autor von Canard Saigon und Rumba Congolaise

Schock beim Reggae-Festival im burgenländischen Wiesen! Ein junges Pärchen wird regelrecht hingerichtet – eine Abrechnung im Drogenmilieu oder Mord aus Eifersucht? Polizeioberst Marc Vanhagen und sein Special Team ermitteln …

Auch in seinem zweiten Roman verknüpft der burgenländischen Thriller-Autor Harald Friesenhahn eine große internationale Geschichte mit den Schauplätzen „von nebenan“
In gewohnt rasanter und spannender Manier entführt er seine Leser in den Kongo, wo eine Söldnertruppe unfassbare Gräueltaten verübt. Für Friesenhahn macht es keinen Unterschied, ob er die Stimmung des Tatortes aus eigener jahrelanger Erfahrung kennt oder aus seinen Recherchen im Internet. Seine Schilderungen sind unverblümt, packend und erscheinen absolut real.

In einem Interview hat uns Harald Friesenhahn einen kleinen Einblick in seine Arbeit gegeben.

11 Fragen an den Autor:

Du hattest bereits eine Karriere als Lehrer, Coach und Manager hinter dir, als dein erstes Buch veröffentlicht wurde. Was bewog dich, mit 52 Jahren zu schreiben zu beginnen?

Seit meiner Jugend habe ich eine Vorliebe für gute und spannende Kriminalgeschichten. Im Lauf der Zeit sammelte ich einige Ideen und irgendwann wollte ich dann wissen, ob ich auch in der Lage bin, ein vernünftiges Buch zu schreiben.

Hattest du schon früher den Wunsch, ein Buch zu schreiben?

Diese Idee verfolge ich schon lange. Meine Frau schenkte mir zu meinem dreißigsten Geburtstag eine Schreibmaschine, da ich immer davon sprach, ein Buch schreiben zu wollen. Und siehe da, kaum 22 Jahre später verwirklichte ich meinen Traum.

Wie ist die Idee entstanden, die Umstände an Orten, wie dem Kongo und Südostasien mit heimischen Tatorten zu verbinden?

Die Geschichten aus dem Indochinakrieg der Franzosen in „Canard Saigon“ beruhen auf Gesprächen mit einem beteiligten Fremdenlegionär. In „rumba congolaise“ wollte ich aufzeigen, dass auch im kleinen Österreich Organisationen mit international beachtlichem, kriminellen Potential beheimatet sind.

Deine Bücher zeichnen sich durch authentische Schilderungen und detaillierte Hintergrundinformationen aus. Wie lange recherchierst du dafür?

„rumba congolaise“ habe ich in 18 Monaten fertiggestellt. Die Hälfte der Zeit benötigte ich für Planung und Recherchen.

Bist du bei deinen Recherchen auch an die Schauplätze außerhalb Österreichs gereist oder hast du mit dort Einheimischen gesprochen?

Nein. Dank Internet kann ich fast alle benötigten Informationen abrufen.

Die Figur des Polizeioberst Marc Vanhagen begleitet uns durch beide Bücher. Gibt es einen realen Menschen hinter dem Protagonisten?

Nein. Mir war wichtig, eine Figur zu beschreiben, die weder als Superheld, noch als total kaputter, aber genialer Typ die Fälle löst. Marc Vanhagen ist ein burgenländischer Pendler mit intaktem Familienleben, der sich in seinen Job verbeißt und sehr viel Wert auf Teamarbeit legt.

Was ist für dich beim Schreiben die größte Herausforderung?

Größten Wert lege ich auf realitätsnahe, logisch nachvollziehbare Handlungsstränge und einen klaren roten Faden. Diesen Ansprüchen zu entsprechen ist manchmal nicht einfach.

Wer darf als erstes Deine Manuskripte testlesen?

Meine Familie.

Schreibst du schon an einer Fortsetzung?

Ich bin kurz davor. Momentan bin ich dabei, meine Recherchen zu sondieren.

Wenn Du deine Bücher mit drei Begriffen beschreiben müsstest, wären das …

Genau recherchiert, logisch aufgebaut und interessante Handlungsstränge.

Willst du noch etwas sagen?

Vielen Dank für das Interesse an meinen Werken.

Wir bedanken uns herzlich für das Interview.