The hate u give, Buchcover

Worum es in diesem Buch geht:

Obwohl Starrs Eltern sich eine Wohnung in einem besseren Viertel leisten können, leben sie mit ihren Kindern, Starr, Sekani und Seven in Garden Heights – einem schwarzen Viertel in dem Gangrivalitäten und Drogen an der Tagesordnung stehen.
Starrs Vater , selbst ein ehemaliger Gangbanger, möchte nicht wegziehen, weil er den Menschen dort helfen und etwas verändern will.
Starr und ihre Geschwister besuchen jedoch eine (vorwiegend) weiße Privatschule und sind dadurch täglich mit zwei vollkommen unterschiedlichen Welten konfrontiert, die vor allem Starr strikt voneinander trennen will.
Das gelingt ihr auch bis zu der Nacht, in der ihr bester Kindheitsfreund Khalil vor ihren Augen grundlos von einem Polizisten erschossen wird. Damit gerät Starrs Leben komplett aus den Fugen und sie steht vor der Entscheidung, zu schweigen und so weiterzuleben wie bisher, oder ihre Stimme für Khalil und die Wahrheit zu erheben.

Was mir gefallen hat:

„The hate u give“ ist nicht nur ein Appell gegen Rassismus und Polizeigewalt, sondern die emotional tiefgehende Geschichte einer Jugendlichen, die zwischen zwei Welten hin und her gerissen ist und nie sie selbst sein kann.
Starrs Eltern wünschen sich für ihre Kinder Sicherheit und eine Zukunft, die nicht von ihrer Hautfarbe bestimmt ist, deshalb bringen sie das Geld für die Privatschule weit weg vom heimatlichen Ghetto auf. Trotzdem sollen sie nie vergessen, wo sie herkommen. Diese zwei so unterschiedlichen Wünsche stürzen Starr in eine innere Zerissenheit, mit der sie nur klar kommt, indem sie alles was in ihrem Viertel passiert, streng vom Schulalltag an der Williamson High School fern hält und umgekehrt. Um überall zurecht zu kommen, passt sie ihr Benehmen und ihre Sprache an, sodass sie schließlich zwei unterschiedliche Rollen spielt.
Was an sich schon eine Herausforderung ist, wird nach Khalils Tod nahezu unmöglich. Neben der Angst vor den Schikanen der Polizei und den Drohungen eines Gangoberhauptes fürchtet Starr sich davor, ihre „schwarze Welt“ an die Schule zu bringen und sich damit dort selbst zur Außenseiterin zu machen.
Die Last des Erlebten ist aber so groß, dass sie nicht still bleiben kann, als ihre Freundin Haley (wie so viele andere) Partei für den Polizisten ergreift und Khalil ohne ihn gekannt zu haben, als Drogendealer und Gangmitglied abstempelt.

Im Lauf der Geschichte lernt Starr mit der Macht ihrer Stimme umzugehen und entwickelt sich zu einer mutigen und starken Persönlichkeit.

Liebe PädagogInnen:

Mit Rassismus und Polizeigewalt hat das Buch zwei starke Themen im Fokus, die sicher nicht nur in den USA aktuell sind. Gerade deshalb scheint es mir wichtig, die Jugend darauf zu sensibilisieren und ich möchte Ihnen „The hate u give“ als Klassenlektüre ans Herz legen.

Das Buch gibt tiefe Einblicke in das Leben und die Probleme in den sozial schwachen „schwarzen“ Vierteln. Es geht um Polizeigewalt gegenüber Dunkelhäutigen, genauso wie um die Gewalt innerhalb der verarmten afro-amerikanischen Bevölkerung, um Gangrivalitäten und um Drogen.

Die Verwendung von „Slang“ (hilfreich ist in jedem Fall der Glossar im Anhang, in dem die typischen Slang-Begriffe erklärt sind – vorausgesetzt man stürzt sich nicht sofort in die Geschichte und entdeckt ihn erst am Ende.) 😉 und die Anspielungen auf Musik, Film, Religion, aber auch auf Ereignisse der afro-amerikanischen Geschichte machen es nicht gerade einfach, die Story im entsprechenden Kontext zu betrachten. und liefern zusätzlichen Stoff für Diskussionen.

Ich möchte drei Aspekte herausgreifen, aufgrund der das Buch für den Unterricht interessant sein könnte:

  • „The hate u give“ ist der Titel eines Rap-Songs, auf den immer wieder Bezug genommen wird. Mich hat das veranlasst, mehr über Rap, seine Entstehung und ursprüngliche Bedeutung zu recherchieren.
  • Die Anspielungen auf Personen aus der Bürgerrechtsbewegung „Civil Rights Movement“ machte mich persönlich neugierig auf die geschichtlichen Zusammenhänge und wie weit tatsächliche Fakten in die Story eingewoben sind.
  • „Black Jesus“ war bis dato kein Begriff, den ich kannte und obwohl ich Google und Wikipedia bemühte, hab ich noch keine ausreichende Erklärung gefunden. Im religiösen und politischen Zusammenhang sehe ich eine spannende Ergänzung.

Ich bin sicher, dass Sie als PädagogInnen noch viel mehr Potenzial in der gemeinsamen Lektüre finden werden und wünsche Ihnen spannende Diskussionen mit Ihren SchülerInnen.

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